www.adhs.hexal.deDie Therapie von ADHS / ADS
Psychotherapie und Medikamente

Die Therapie sollte auf folgenden Säulen aufgebaut sein:
- Beratung und Psychotherapie mit dem Kind
- Elternberatung
- Beratung von Kindergarten und Schule
- Behandlung mit Medikamenten
Erfahrungen und verschiedene Studien haben gezeigt, dass eine Kombination
von psychosozialen Behandlungsprogrammen und Therapie mit Medikamenen
die größten Erfolge zu verzeichnen haben.
Pro und Kontra der Therapie mit Medikamenten
Die Therapie mit Medikamenten wird in den Medien kontrovers diskutiert. Dies rührt sicher daher, dass früher oft Beruhigungsmittel eingesetzt wurden, die einzig und allein das Ziel hatten, das hyperaktive Kind ruhig zu stellen.
Mittlerweile stehen in Deutschland andere Substanzen zur Verfügung, z. B. Methylphenidat (das in den USA bereits seit 1954 eingesetzt wird).
Methylphenidat ist kein Beruhigungsmittel, sondern ein Stimulanz, d.h. es wirkt anregend. Es normalisiert die Hirnfunktionsstörung und schaltet sozusagen den Filter ein. Das hyperaktive Kind hat, während Methylphenidat wirkt, eine normale Gehirnfunktion. Es kann nun Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden, weil der eingeschaltene Filter ihm die Möglichkeit gibt, Sachen auszublenden und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Die Impulsivität nimmt ab, die Konzentrationsfähigkeit zu. Dadurch steigt die schulische Leistungsfähigkeit und sie können eine ihrer Begabung entsprechende Ausbildung genießen.
Unbehandelt kann sich ADHS negativ auf die kindliche Entwicklung, Schullaufbahn und Berufsausbildung auswirken. An den entsprechenden Folgen, die bis hin zum sozialen Abstieg reichen können, leiden die Kinder noch im Erwachsenenalter.
Die Therapie mit Medikamenten gehört in die Hand eines erfahrenen Arztes. (Arztsuche) Lassen Sie sich von ihm bezüglich der Medikation beraten. Er wird Ihnen fundierte Informationen geben, wann und in welcher Dosierung das Medikament eingesetzt werden soll. Ebenso wird er Sie über Wirkung und mögliche Nebenwirkungen von Methylphenidat aufklären.
Ihre elterliche Unterstützung bei der Therapie mit Medikamenten ist unbedingt notwendig, denn Sie sind die ersten, die mögliche Nebenwirkungen wie z. B. Gewichts- und Appetitverlust oder Schwierigkeiten beim Einschlafen beobachten. Sprechen Sie mit dem behandelnden Arzt darüber. Er wird Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen und Ihr Kind bestmöglich auf Methylphenidat einstellen, damit die Nebenwirkungen reduziert werden können.



